Luftsportler aus Laucha auf Spurensuche zu „100 Jahre deutscher Motorflug“

Wenn die Sonne stärker wird und sich Flugzeuge und Piloten nach den ersten Ausflügen der Saison 2009 sehnen, findet traditionell der Frühjahrs“ausflug“ der Sparte Ultraleicht des Luftsportvereins Laucha-Dorndorf zu thematisch interessanten Orten in der näheren oder weiteren Umgebung statt. Am vergangenen Wochenende fuhren einige Piloten und „Copilotinnen“ aus Laucha und Umgebung zum Technikmuseum in Magdeburg.

100 Jahre deutscher Motorflug in Magdeburg sind ein guter Grund, sich etwas genauer mit dem Flugpionier Hans Grade zu beschäftigen. Er war der erste deutsche Motorpilot, dem es im Herbst 1908 gelang, seine „Luftsprünge“ auf 50 Meter Weite und 8 Meter Höhe auszudehnen. Dies gilt als erster deutscher Motorflug. Ein 36 PS Motor aus Grades Motorradfirma trieb das Fluggerät an. Der Nachbau seines Dreideckers – ein Bild, das den meisten Personen nur in Verbindung mit dem „Roten Baron“ Manfred von Richthofen aus späteren Zeiten in Verbindung ist – kann noch heute im Technikmuseum Magdeburg bestaunt werden. Offenes Fliegen mit geringer Motorleistung war auch später der grundlegende Ansatz für die „Neu“-Entwicklung von ultraleichten Fluggeräten als Rückkehr zum einfachen Fliegen jenseits der Spitzenleistungen späterer ziviler und militärischer Luft- und Raumfahrt.

Auch an den Start der ersten bemannten Flugrakete in den dreißiger Jahren in Magdeburg wird in einem Teil des Museums erinnert.

Luftsportler aus Laucha besuchen das Technikmuseum in Magdeburg.