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Laucha. Jedes Jahr in der Sommerzeit plant die Sparte Ultraleicht des Luftsportvereins Laucha-Dorndorf einen Flug mit den Ultraleichtflugzeugen von über 100 km auf einen Flugplatz in der ferneren Umgebung um gemeinsam den Überlandflug zu genießen. Gemeinsam mit den Unstrutfalken e.V., einem Schifffahrts- und Fliegerverein der Region, erkundeten die Luftsportler am zweiten Juliwochenende die 175 km entfernten Lausitzer Seen.
Beide Vereine waren mit zwei Flugzeugen und drei Booten sowie Wohnwagen und Zelten unterwegs. Auch die Segelflugfamilie Kirchner aus Brandenburg und der russische Gastschüler Kolja Progoditsch aus St. Petersburg verstärkten die Gruppe. Beeindruckend sind die Flugerlebnisse über den ehemaligen Tagebauflächen in der Nähe der Großkraftwerke und z.B. über die Rennstrecke am Lausitzring. Auch ein Besuch auf der stillgelegten Abraumförderbrücke F60 stand auf dem Programm – ein beeindruckendes Stahlgebilde mit dem Zweck, den aufliegenden Boden über der Kohle in einem Arbeitsgang auf bis zu 60m Tiefe aufzunehmen und am Ende des Bandtransportes gleich wieder als Neuboden abzusetzen. Von 74m Höhe aus lässt man den Blick über die Landschaft schweifen. Nur Fliegen kann schöner sein. Am Abend wurden dann am Seeufer beim Grill die verschiedensten Flieger- und Bootserlebnisse ausgetauscht. Alle Ausflugsteilnehmer waren von den Veränderungen des ehemaligen Braunkohletagebaugebietes beeindruckt. Der nächste gemeinsame Termin für die UL-Piloten ist das alljährliche bundesweite Minimumtreffen (Drachen mit Hilfsmotor) zum Tag der offenen Tür des Luftsportvereins Laucha-Dorndorf am letzten Augustwochenende. Zu diesem Termin sind Gäste aus nah und fern zum Besuch auf dem Lauchaer Flugplatzes eingeladen – nicht zuletzt auch zur Nutzung der Möglichkeiten zum Gästeflug in die schöne Saale-Unstrut-Region. A. Jebsen |