Luftsportverein Laucha-Dorndorf rüstet sich für neue Saison. Nachwuchs willkommen.Der Luftsportverein hält trotz des verschneiten Flugplatzgeländes keinen Winterschlaf. In der vereinseigenen Werkstatt hatten unlängst Bodo Lukesch und Gert Trömel alle Hände voll zu tun. Sie brachten nämlich eines der sieben Flugzeuge des Vereins auf Vordermann. In der Fliegersprache werden diese Arbeiten als Winterinstandhaltung bezeichnet, sagte Bodo Lukesch aus Gleina. Die technische Wartung, Reparatur und Pflege der Segler gehört in der kalten Jahreszeit zum Standardprogramm des Vereins. Begonnen wurde damit im November, und die Arbeiten sollen planmäßig im März abgeschlossen werden. Bevor die Seglerflotte aber wieder per Seilwinde in den Himmel katapultiert werden kann, ist erst einmal ihr jährlicher Tüv angesagt. Gert Trömel aus Querfurt klärte auf, dass man diesen unter Fliegern jedoch Jahresprüfung nennt.
Während der Wartungsarbeiten am schneeweißen Sperrholz- Rumpf des im Jahr 1971 in Polen gebauten doppelsitzigen Segelflugzeuges „Bocian“ erzählte Lukesch, dass der LSV diesen derzeit flügellosen Oldie der Lüfte schon noch einige Jahre fit halten möchte. „Wir hängen einfach daran. “, so der Gleinaer Senior. Trömel fügte hinzu, dass der LSV die neue Saison wohl planmäßig zu Ostern, also am 2. April, anfliegen werde. Die Winterinstandsetzungsarbeiten an den Seglern werden von den Vereinsmitgliedern ehrenamtlich, aber freilich nicht uneigennützig ausgeführt. „Denn wir wollen ja schließlich mit ihnen fliegen“, meinte Trömel. „Ohne das Verständnis unserer Frauen wäre das einfach nicht möglich. Sie halten uns den Rücken frei, während wir fast täglich stundenlang in der Werkstatt sind“, lobte Lukesch. Weiter war von den Mechanikern zu hören, dass der LSV eigentlich zu wenig Nachwuchs habe. Deshalb seien junge Leute, die sich für die Segelfliegerei interessieren, jederzeit herzlich willkommen. (Quelle Mitteldeutsche Zeitung Januar 2010) |